Wir über uns


Die Firma Karl Heinz Müller bietet seit über 90 Jahren den Service für alle Bereiche des Dachbaus an. Durch unsere kompetente, fachliche Beratung und ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Angebot sind unsere Kunden aus Gewerbe, Handel, Industrie und vor allem unsere private Kundschaft gut aufgehoben. Qualität und Zuverläßigkeit gehören mit zu unseren Stärken. Unser Team, der gesamte Fuhrpark und das gut sortierte Lager garantieren ein reibungsloses Funktionieren des Betriebes.

 

 

1. Generation

Im Jahre 1924 gründete Heinrich Müller sein eigenes Dachdeckergeschäft. Zu seiner erstmaligen Ausstattung gehörte ein fünfhunderter Motorrad der Marke Ariel mit Seitenwagen, bepackt mit Leiter und Werkzeugen.
Hiermit zog er über Land, von Haus zu Haus. Leute mit reparaturbedürftigen Dächern sprach er an, die dann entweder zu Kunden wurden oder auch nicht. Denn von einigen bekam er des öfteren diesen Satz zu hören: "Nein, laß mal gut sein, wenn es regnet, stellen wir eben einen Eimer darunter!" Der Anfang war nicht leicht, vor allem in den beiden sehr schlechten Jahren 1929 und 1930.
Nichts desto trotz ging Heinrich Müller weiter seiner Dachdeckerkunst nach. Zunächst alleine, später mit einem Dachdeckergehilfen. Die Mitarbeiteranzahl wuchs von da an jährlich. Im Jahre 1943 bildete er seinen Sohn Karl-Heinz als Dachdeckergesellen aus. 1934 bekam er sein erstes Auto, einen Zweisitzer der Marke Opel mit Anhänger, danach einen Viersitzer. Diesen fuhr er bis zu Kriegsbeginn, da ab diesem Zeitpunkt das Fahren von Autos nicht mehr erlaubt war. Somit stieg er wieder auf ein Motorrad um.

Nach Kriegsende deckte Heinrich Müller ein Naturschieferdach und erhielt dafür einen PKW der Marke Hanomag - Stromlinienform -. Zur damaligen Zeit waren derartige Tauschgeschäfte üblich.

Einige Zeit später legte er sich den ersten Lastwagen, einen Tempo-Matador zu, danach folgte ein Borgward, um nur einige zu nennen.

Von 1935 bis 1955 stellte er in Eigenfabrikation Zementpfannen her, die noch heute auf einigen alten Dächern zu finden sind. - Dies spricht für gute Qualität! - Die Verladung der Pfannen wurde früher mühsam von Hand erledigt, wobei ihm insbesondere seine Frau Anna zur Seite stand.

Aufgrund der mittlerweile guten Auftragslage, war es Heinrich Müller möglich zu expandieren. Dafür reichte die Werkstatt im Haus, der Schuppen und die Nebengarage, die als Lager dienten, nicht mehr aus. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten und langem Warten, erwarb er dann schließlich doch das anliegende Grundstück. Hierauf erbaute er 1953/54 Büro und Lagerhalle, die zu diesem Zeitpunkt eine Breite von 11,50 m und eine Länge von 30 m hatte.

Ebenfalls produzierte er von 1956 bis 1965 Lavalit-Kellersteine. 1958 eröffnete er noch eine Caltex-Tanktelle - später Chevron -, die bis 1978 von der nachfolgenden Generation fortgeführt wurde.

 


2. Generation

Nach dem Tod seines Vaters Heinrich Müller am 27. Juni 1963 übernahm Karl-Heinz Müller am 1. März 1964 den väterlichen Betrieb und führte diesen zunächst als Einzelfirma fort. Seine Frau Hannelore stand ihm ab diesem Zeitpunkt als kaufmännische Angestellte stets zur Seite. Die Beschäftigungszahl pendelte immer zwischen acht und dreizehn Mitarbeitern. Davon blieben einige der Firma bis und über 30 Jahre lang treu - Artur Henn, Lautzert;  Heini Hebel, Freirachdorf; Karl-Werner Müller, Wahlrod.

Eine der ersten großen Anschaffung und somit auch eine bedeutende Arbeitserleichterung war ein fahrbarer Aufzug 1964. Davor wurden alle Materialien zur Dacheindeckung per Hand bzw. per Schulter auf das Dach transportiert.
Bei größeren Materialanlieferungen (z.B. ein LKW voll beladen mit Dachpappe oder Kunstschiefer) wurden die Gesellen nebst Karl-Heinz Müller von der Baustelle gerufen, um daheim beim Abladen zu helfen. Dieser Vorgang war früher an der Tagesordnung.
Karl-Heinz arbeitete den ganzen Tag auf der Baustelle mit, so dass Büroarbeiten zunächst nur abends mit Hilfe seiner Frau erledigt werden konnten. Freizeit kannte man nicht!

In den goldenen 60ziger Jahren expandierte der Betrieb aufgrund der guten Auftragslage und Verdienstmöglichkeiten, so dass 1974 eine Hallenerweiterung um 13,50 m und eine Leiterüberdachung von 6,50 m Länge notwendig waren.

Am 15. August 1972 bildete Karl-Heinz seinen Sohn Hans-Lothar als Dachdecker aus. Fünf Jahre später am 1. August 1977 trat sein Sohn Wolfgang, der mittlerweile nach Abschluss einer Dreherlehre doch Gefallen an der Dachdeckerkunst fand, dem väterlichen Betrieb bei.

Es waren arbeitsreiche, aber doch glückliche Jahre. Jegliche Arten von Dacheindeckungen, Abdichtungen, Fassaden, Bauklempnerei wurden ausgeführt. Besonders stolz ist Karl-Heinz heute noch auf die sechs Dacheindeckungen der Kirchtürme in Oberdreis, Oberwambach, Wahlrod, Puderbach, Freirachdorf, und Schöneberg.

Aufträge wurden von den Kunden noch per Handschlag vergeben. Nicht wie heute, wo selbst für Kleinreparaturen Kostenvoranschläge bzw. Angebote angefordert werden. Die Zeit war einfach noch nicht so schnelllebig und hektisch.
Das Jahr 1974 wurde am 16. April durch den tödlichen Arbeitsunfall des Gesellen Willi Heinz, Berod überschattet.   Aus diesem Grund fand das anstehende 50jährige Betriebsjubiläum nicht statt.

1975 erwarb Karl-Heinz seinen ersten Stapler, der nun gar nicht mehr weg zu denken war. Wie hatte man all die Arbeiten wohl früher ohne Stapler verrichtet? Welch eine Zeit- und Kraftersparnis!

Der Tankstellenbetrieb wurde wegen auferlegter Erneuerungsmaßnahmen 1978 eingestellt. Nun konnte man sich ganz der Dachdeckerkunst widmen.

Ab 1. Januar 1986 wurde die bisher geführte Einzelfirma in Karl Heinz Müller GmbH umgewandelt.


3. Generation

Im Alter von 63 Jahren war sich Karl-Heinz bewusst, dass es nun an der Zeit war seinen Söhnen Hans-Lothar und Wolfgang, die sowohl im handwerklichen als auch im kaufmännischen Bereich soweit gefestigt waren und sein vollstes Vertrauen genossen, die Firma zu überlassen und in seinem Sinne weiterzuführen. Somit wurden sie am 16. Januar 1992 beide zu Geschäftsführern bestellt.
Der erste Schritt war hiermit getan. Karl-Heinz konnte sich, die Firma in guten Händen wissend, mit ruhigem Gewissen ein wenig aus dem geschäftlichen Alltag zurückziehen. Jedoch kaum zum Geschäftsführer bestellt, verunglückte Wolfgang am 23. Februar 1992 beim Drachenfliegen auf der Insel Lanzerote tödlich.
Welch ein Schock für die ganze Familie! Alle konnten einfach nicht glauben, dass Leid und Glück so dicht beieinander liegen, denn erst am 23. Dezember 1991 wurde der erste Enkel in die Familie geboren. Wolfgang war besonders stolz auf seinen kleinen Neffen Julian. Er liebte Kinder sehr und freundete sich recht schnell mit der Vorstellung an, auch eigene Kinder haben zu können.

Hans-Lothar wurde nun ungewollt zum alleinigen Geschäftsführer.

Im Dezember 1994, im Alter von 65 Jahren, überschrieb Karl-Heinz die Karl-Heinz Müller GmbH seinem Sohn, welche Hans-Lothar am 1. Januar 1995 übernahm. Karl-Heinz ist seit dieser Zeit in beratender Funktion im Betrieb tätig und unterstützt ihn, wo er nur kann. Hannelore begleitete weiterhin den kaufmännischen Bereich der Firma   bis 31. Dezember 1997. Ab Januar 1998 übernimmt diese Aufgabe Hans-Lothars Frau Carmen.
1995 reichte die Lagerhalle für Material und Unterstellung des Fuhrparks nicht mehr aus. Im Juni begann man mit der Verbreiterung der Halle um 12 m und der Verlängerung um 30 m. Im Zuge dieser Umbaumaßnahme entstand auch eine Holzwerkstatt. Zudem wurden nach und nach noch einige andere notwendige Anschaffungen getätigt bzw. durch neue ersetzt, wie eine Hubarbeitsbühne - auch zur Vermietung - , ein vollhydraulischer Aufzug mit Drehkranz, ein Transporter, ein Klempner - Werkstattwagen und ein Gabelstapler.
Durch den Jahrtausendwechsel war es zwingend erforderlich, auch im Büro auf die neuste Computertechnik umzusteigen. Hierzu zählen eine neue Soft- und Hardware und Internetanschluß.
Die immer stärker werdende Nachfrage nach moderneren Bedachungen, veranlassten Hans-Lothar Metalldacheindeckungen zu den herkömmlichen Materialien als Neuheit hinzuzunehmen.